vollkoffer, weicheier, trottln! alle miteinander...
die kroaten genauso wie "unsere", und der rest aus anderen ländern sicher genauso. spielausgang ist mir ja blunzn, aber in den 20 minuten die ich gesehen hab, hab ich jegliche rest-achtung vor dieser sportart diesen "sportlern" verloren.
ihr sollts auf den ball drauftreten, dass der ins gegnerische tor geht! das ist ziel des spieles, burschen!
und was machts ihr? am leiberl zerren, in einander reinspringen, haxl stellen, rempeln... und euch dann wie ein wehleidiger, verwöhnter zweijähriger hinfallen lassen und euch leidend im gras wälzen und jammern und aua-aua-schreien damit die mami der schiri kommt und euch hilft, und dann "er hat angefangen!" - "nein, eeer is in mich reinglaufen!"
das war schon im kindergarten peinlich, burschen! "tante, tante, der pogatetz hat mich ghauuut!"
uijeeh, brauchst ein pflasti?
du loser.
spielts fußball, burschen, wenns schon sein muss, und stellts euch nicht so an!
...dann also nach berlin.
naja, eigentlich ja nach potsdam, und das gehört ja nicht zu berlin dazu, sondern ist eine eigene stadt. aber wenn man von hamburg da hin will, nimmt man erstmal den zug nach berlin. und "ein zug nach berlin", der ist ja ein bisschen vorbelastet, der wird ja hier eigentlich mit abschied und traurig und sowas verbunden. in wirklichkeit dann aber garnicht, weil ich mich doch so freu...
ich, morgens in hamburg von der U3 aus dem hafen ein lächelndes Bis später! zugezwinkert, lasse mich im ICE von einer freundlichen alten dame zulabern und steige bester laune und mit Kante im ohr im neuen Berlin Hbf. aus. und es wuselt und wurlt unter der glaskonstruktion und darüber ein blaublaublauer himmel mit weißen wölkchen und einer strahlesonne. :) und ich wusle da durch und zur sbahn, weil schließlich wartet man ja in potsdam auf mich.
und da dann mal wieder jemanden das erste mal treffen, den man gefühlsmäßig schon ewig kennt. und alles ist gut und alles passt und alles versteht sich und alles ist glücklich, die nächsten tage.
pizza und kino (oh kino...) und wieder rein in die große stadt und party und sternbuschweg spielen auf fränkis weißem flokati (was für eine schöne art eine band kennenzulernen) und dann hängt sich mein lieber herr gastgeber die gitarre um und... PlaySinglePlay. und ich lehn mich rüber zu seiner holden und sage "ich hoffe du bist angemessen stolz auf den!" ist sie. mit recht.
später dann noch aufs dach und eine ottakringer-bock-flasche über den giebeln von pankow hinterlassen.
sonntags die totale entspannung mit spätnachmittäglichem brunch im park am see. viele liebe menschen, viel gegessen, viel gelacht, viel sonne, alles gut.
die montags-börlin-touristen-tour gleitet ziemlich schnell ins absurde ab, die wichtigen attraktionen hab ich eh schonmal gesehen und so konzentrieren wir uns darauf schlechtes englisch miteinander zu sprechen, leute zu verarschen (natürlich hinter ihrem rücken), zu lachen, kekse zu essen, vögel zu beobachten und videos zu machen. die werden qualitativ immer besser und als wir abends wieder in potsdam noch einen schönen spaziergang durch den park sans souci absolvieren, produzieren wir so nebenher dieses hochqualitative machwerk, das sofort auf 3sat gesendet werden könnte:
(ein weiteres filmprojekt ist noch in machung, mal sehen ob das auch per youtube veröffentlicht wird oder ob wirs doch an ein großes hollywood-studio verkaufen können...)
dienstag (verdammt, das ist auch schonwieder eine ganze woche her...) dann den ganzen tag im zug zurück nach wien. und NEIN, das ist nicht schlimm, das lange zugfahren! weil man 1. den kopf und das herz und die speicherkarte voll hat mit schönen erinnerungen, die einen immer wieder lächeln lassen und 2. endlich mal zeit und ruhe hat ein buch von vorn bis hinten an einem tag durchzulesen.
abends glücklich und entspannt zuhause ankommen.
und sich erinnern...
and it all boils down
to the people you know
the places you go
the hearts you own
the feelings you show
[the sea: now is forever new]
...und erkennen, was ich doch für ein glück in meinem leben habe, mit den menschen und den plätzen und den herzen und den gefühlen.
dass das schnell mal ausartet, wenn ich so richtig zu schreiben anfange... aber nur fotos is auch doof (vor allem weil die landungsbrücken- und hafenkran-bilder eh keiner mehr sehen will)
also in aller kürze was relevantes passiert ist.
hamburg ist sehr gut zu mir.
wettermäßig und menschenmäßig und stimmungsmäßig und musikmäßig, und bald auch praktikumsmäßig und wg-mäßig.
es ist alles abgemacht und neben ca einem kilo verschiedener lakritz-produkte habe ich einen unterschriebenen untermietvertrag mitgebracht. von 19. juli bis 27. september findet man mich zwischen altona (WG) und eimsbüttel (praktikum). oder halt am hafen. oder am dockville, dafür hab ich nämlich gleich ein ticket besorgt. hamburch, jedenfalls. juhuu!
fritz-kola is total super.
die elbe und der hafen sind unverändert schön und meine neue jacke ist gut windfest.
ein ziemlich bescheuertes spiel namens schraumeln spielen mit sarih und flori und konni und robert ist unheimlich komisch, und die gastfreundschaft dieser menschen ist wunderbar! :)
astra ist auch total super, weil es in niedlichen kleinen dicken flaschen kommt und weil die antwort auf die frage "soll ich ein drittes bier trinken?" lautet "hey, das sind kleine biere, und es ist astra! umgerechnet in richtige krügerln bist du grade mal bei einem, natürlich trinkst du ein drittes!"
the sea haben nicht nur einen bandnamen der in mir nur positive assoziationen auslöst, sondern machen auch gar wundervolle musik und haben trotz technischem wirrwarr ein sehr schönes konzert mit konfetti und luftschlangen gespielt. und die cd, die nun endlich irgendwann wirklich rauskommt, ist auch.... aber da schreib ich dann noch mal extra was drüber.
erkenntnis kurz vorm einschlafen samstag in der morgendämmerung: wenn viel passiert können sich 2 tage schonmal wie eine woche anfühlen.
und dann weiter nach berlin potsdam. da wird noch am content gebastelt...
einen handgebogenen mercedesstern gegen 2 von uhlmann angekaute dinger getauscht und promt einen haufen hübschen müll aus dem hause bender als bonus dazubekommen. herrlich!
einer steht mit geschlossenen augen das mikro in beiden händen mitten unter den leuten
deine stimme
keiner bewegt sich
zerschneidet
nur ein leichtes schwingen getragen vom bass
das letzte vertrauen
er geht langsam zurück nach vorn
...ein vibrierendes becken
steigt wieder auf die bühne
....ein zerrender gitarrenton
bleibt dort stehen, mit geschlossenen augen
innehalten
irgendwo hinten murmelt jemand etwas, ein anderer sagt "pssscht!" - ein lächeln huscht durch die menge
spannung
deine
ein raum atmet ein
HAND
wird zur
FAUST
ich habe nur selten, nur ganz ganz selten, einen dermassen intensiven konzert-moment erlebt, wie eben diesen am montag bei escapado.
und das restliche konzert war auch sehr... ja, einfach sehr. laut, stark, intensiv, stimmungsvoll. ich hatte keine kamera dabei und es großteils mit geschlossenen augen verbracht, glaub ich. aber außer mit den ohren sollte man diese musik eh besser mit der haut wahrnehmen, oder mit dem bauch oder den knochen. weil alles klingt, und das kann man nicht sehen.
was man sehen kann, und auch sehen sollte, ist die wunderbare mimik von sänger helge. gerade eben noch zusammengekniffene augen, in der intensität des gesanges verzerrte züge, ein wütendes, schreiendes... und im nächsten moment, in einer kurzen pause zwischen 2 liedern ein strahlendes lächeln, leuchtende augen, glücklich.
es muss sehr befreiend sein, solche musik zu machen. und es war sehr befreiend da zu sein und sie live zu hören.