danke herr regener, das war sehr schön.
wenn sie das vorlesen, ist das viel lustiger, als wie wenn ich das selber lese. auch wegen der gestik und so. und die dazwischen-sprüche sind auch sehr gut, sie können das ruhig bei konzerten auch machen, so einfach so mal was sagen. (wenn der herr uhlmann jetz damit aufhört können sie ja damit anfangen!) apropos konzert: bald bitte! :)
wenn man eine woche später noch immer dieses warme gefühl, knapp unterm herzen spürt, und dieses kribbeln um den mund, weil man einfach lächelt, ob man will oder nicht, wenn man dran denkt, wie schön das war.
wenn man 2 jahre später noch weiß, wie man damals nach hause gegangen ist, durch den nieselregen, total betrunken, und gewußt hat, nicht geahnt, oder geglaubt, oder vermutet, sondern mit absoluter, alkoholisierter, naiver gewissheit gewußt das das richtig und wichtig und gut ist, was und wer sich da gerade einen platz in meinem herzen erspielt hat. wenn man nach 2 jahren zurückschaut, und erkennt, was sich seit dem verändert hat, und wie viel gutes seit dem passiert ist, und was man gewonnen hat und nicht mehr missen möchte, und was man erlebt hat, und nicht vergessen wird.
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und kettcar kommen auf die bühne, und es ist mein 6. kettcar-konzert dieses jahr, und es fühlt sich an wie freunde wiedersehen, die man vermisst hat. und alle freuen sich. und ich bin hier, mit menschen, die ich zu oft vermisst habe, wenn kettcar gespielt haben, aber trotzdem ist da immer jemand, den man vermisst. darum gibt es telefone.
und irgendwo dazwischen erkennen, dass es die sehnsucht ist, die mich am leben hält, und wie glücklich ich bin, über die menschen die ich lieben und vermissen darf.
und die band? wenn ich in den letzten 2 jahren zwischen zergewitterten festivals, fußgängerzonen und streichquartetten etwas über kettcar-konzerte gelernt habe dann: wir werden nie enttäuscht werden.
auch nicht an diesem tag, und nicht zuletzt, weil sie das auch spielen, und ich das noch nie live gehört habe.
und wegen der offensichtlichen freude, mit der diese männer diese musik machen, der liebe zu jedem ton, jedem sound. wegen der ironie in den ansagen, den geschichten, den reaktionen auf zwischenrufe und dummheit aus dem publikum, und der aufforderung thees uhlmann am nächsten tag eine freude zu machen, in dem man an bestimmter stelle "wiebusch" singt.
wegen den tränen in meinen augen, aus gründen, wegen dem lachen und der gänsehaut, wegen der ungebremsten emotionalität, die durch die musik möglich wird, und die ich mir hier erlaube, weils einfach nicht anders geht.
ich krieg herbstdepression, kann aber nicht zuhause versumpern, weil zuhause mit auslöser ist...
ich hab keine lust irgendwo hin zu gehn, aber ich weiß:
hier kann ich nicht bleiben.
draussen isses eh viel schöner und uni nimmt man dann halt irgendwie als ablenkungsentertainment hin. fernsehen kann man eh garnicht mehr und prof. n. is eigentlich eh ganz witzig.
heißt der mann, aus hamburg kam der nach wien und am sonntag hat der im B72 gespielt. ich war da, und so war das:
ist das schön, oder was?
ich sage: ja!
das war mein 4. gisbert-konzert und das erste außerhalb hamburgs. der versuch festzustellen, welches der konzerte am besten war scheitert angesichts der unterschiedlichen ambiente (mittelgroße konzertlocation / festival im sonnenschein / bestuhlt mit rotem samt / stadtbahnbogen-club) und irgendwie auch daran, dass die alle so gut waren, auf unterschiedliche weise.
sonntag im B72 war klein, nah, intensiv, die musik beladen mit erinnerungen, also glücklich, wehmütig, melancholisch, vermissend, sich freuend. mit gisbert kam auch ein stück hamburg zu mir, auf eine sehr schöne art und weise.
über die musik kann ich nichts schreiben, außer dass ich sie schön finde, dass sie mich berührt in ihrer unvermitteltheit. wenn gisbert lang an seinen texten feilt, dann spitzt er sie zu, auf dass sie mich direkt ins herz treffen. oder ins hirn. wenn gisbert seine flinken akkordzerlegungen zupft, prickeln die töne auf meiner seele, und ich denke "wie toll das ist, dass der sein rechtes handgelenk so gerade hält, der kann richtig gut gitarre spielen, und überhaupt, so möcht ich auch spielen, weil das so hach... ist".
und dazu eine band, die das alles wunderbar verdichtet, genau das richtige macht, nicht zu viel und nicht zu wenig und genau an den richtigen stellen, ein wahnnsinns schlagzeug, vom lauten krachen bis zum feinsten zischen, von sebastian mit offensichtlichem enthusiasmus und freude bearbeitet.
und auch das drumherum hätte nicht besser sein können, zumal ich da irgendwie allein hin wollte, also dann garnicht richtig versucht jemanden zum mitgehen zu überreden. dafür menschen kennengelernt, mit denen man sich versteht, eine setliste und ein plakat mitgehen lassen und die schöne erfahrung gemacht, dass gisbert nicht nur unter "toller musiker" sondern auch unter "netter mensch" einzuordnen ist.
an manchen abenden weiß man garnicht, was einen erwartet, und dann passt einfach alles. schön. danke.